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Liebe Und Tu Was Du Willst

Wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. 

Es ist so einfach. Und doch so schwer. 

Wir lieben ja. Zuerst natürlich uns selbst. 

Wir lieben ja. Sodann unsere Freunde und unseren Gatten. Dann lieben wir noch die Menschen, die uns nahe stehen: in der Stadt und im Land. Außerdem lieben manche noch ihr Haustier.

Was denn noch?

Liebt Eure Feinde! Tut denen Gutes, die Euch hassen. 

Lasst Euch nicht vom Hass besiegen. Überwindet den Hass durch Liebe. 

Das hat sich in der Kulturgeschichte nicht so richtig durchgesetzt. Auch im Ukrainekrieg sprechen beide Seiten von der Rache. 

Kann man machen.

Widerspricht aber dem Selbstbild beider Seiten als christlich. 

Jesus Christus ist Gottes Sohn. Das bekennen die Christen. Als Sohn Gottes ist Jesus allerdings nicht in das Zentrum der damaligen Macht gegangen. Jesus ist nicht einmal im Zentrum des Judentums geboren. Stattdessen kommt er aus Galiläa. Jesus ist am Rande der Welt aufgewachsen. Jesus hat auch nicht Macht und Ehre gesucht. Er ist nicht der politische Messias, der die Römer vertreibt. 

Der Sohn Gottes geht in die Ohnmacht. Und er empfiehlt auch seinen Jüngern diesen Weg der Ohnmacht. 

Tut denen Gutes, die Euch hassen. Klingt verrückt. Es ist verrückt, weil es die Denkweise der Welt verändert. 

Seit Jahrtausenden versucht die Welt, auf Hass mit Hass zu reagieren.Wie wäre es mit einem neuen Ansatz? 

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